Trabrennsport

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Trabrennsport

Der Trabrennsport (Trabrennen) ist eine Variante des Pferderennsports. Es ist nur die Gangart Trab erlaubt. Der Trabrennsport nahm und nimmt auch erheblichen Einfluss auf die Pferdezucht. So verdankt der Traber seine Zucht vor allem den Erfordernissen der Rennbahn. Auch im Trabrennsport sind Pferdewetten zugelassen und es werden hohe Preise vergeben, die mitunter zu negativen Begleiterscheinungen (Doping, Bestechung usw.) führen.

Der Trabrennsport ist vor allem in Europa und den USA weit verbreitet.

Trabrennen werden in Deutschland und Österreich mittlerweile nicht nur im Sulky gefahren, sondern auch vermehrt geritten. Im französischen Trabrennsport ist das Trabreiten (courses au trot monté) seit langem üblich.

 Trabreiten Krieau Wien

Die Trabrennen sind auf die Distanzen 1.600 m, 1.760 m, 1.900 m, 2.100 m und 2.300 m ausgelegt und werden sowohl auf Sandbahnen (z.T. mit Kunststoffbeimengung), als auch auf Grasbahnen absolviert.

Proposition (Ausschreibung)

In dieser werden die zukünftigen Rennen ausgeschrieben, für die die Trainer ihre Pferde anmelden können.

Als Daten werden angegeben: Renn-Nr., Dotierung Euro, Altersbegrenzung, Geldlimitierung Euro, Distanz.

Beispiele:

10, 1.200, 5–14, Freies Handikap 4.000 bis 8.000 die seit 1. Mai 2006 bei mind. 4 Starts keine 1.500 Euro gewannen, Auto 1760

11, 1.200, 5–14, die im Handikap eingestuft sind. Für je 300 Euro im Jahr 2006 gewonnen 20 m Zulage, Band 2100

7, 5.000, 3+, Int. bis 50.000 von 2.140 Meter, von 50.001 bis 150.000 von 2.160 Meter, ab 150.001 von 2.180 Meter.Racino Ouvertüre. 1. Lauf zum Racino Super – Cup. Startberechtigt sind nur Pferde, die sich seit 15. Februar 2006 entweder im österr. Besitz befinden oder seit 15. Februar 2006 im Magna Racino stationiert sind. Punktewertung: Sieger: 10 Punkte, 2. Platz: 6 Punkte, 3. Platz: 4 Punkte. 4. Platz: 3 Punkte, 5. Platz: 2 Punkte, jeder gestartete Teilnehmer 1 Punkt. 2.140, Band kF

Abkürzungen:

  • 3+ = Rennen für Dreijährige und Ältere
  • 5+ = Rennen für Fünfjährige und Ältere
  • A = Amateurfahren
  • Auto = Das Rennen wird von einem Startwagen gestartet
  • Band = Das Rennen wird aus den Bändern gestartet
  • FH = Freies Handikap
  • G = Das Rennen wird auf der Grasbahn gelaufen
  • H = Handikap
  • Int = Internationales Rennen, auch im Ausland eingetragene Pferde sind zugelassen
  • kF = keine Fahrererlaubnis
  • L = Rennen für Berufsfahrer und Lehrlinge
  • N = Nennungsschluss
  • Nat = nationales Rennen, nur im Inland eingetragene Pferde sind zugelassen
  • R = Trabreiten
  • P = Privatrennen
  • ST = Starterangabe
  • Z = Zuchtrennen

Reglements

Europa: Die Europäische Traberunion (U.E.T.) regelt europaweit alle Grundsätze im Trabrennsport und Traberzucht. Sie werden in Englisch und Französisch verfasst und jährlich bei der Generalversammlung der U.E.T. aktualisiert.

Österreich: Alle Belange von Trabrennzucht und Trabrennsport in Österreich werden im Österreichischen Trabrenn-Reglement (ÖTR) festgesetzt.

Trabrennbahnen

Trabrennbahn München-Daglfing

Deutschland:
Berlin-Mariendorf, Berlin-Karlshorst, Dieburg, Dinslaken, Gelsenkirchen, Hamburg-Bahrenfeld, Heiligendamm, Mönchengladbach, Mühldorf, München-Daglfing, Pfaffenhofen an der Ilm, Pfarrkirchen, Recklinghausen, Straubing.

Österreich:
A-Bahnen: Wien-Krieau, Magna Racino Ebreichsdorf, Baden
B-Bahnen: Wels, Trabrennbahn Edelhof, Gröbming, Sankt Johann in Tirol, Trabrennbahn Altheim
C-Bahnen: Admont, Bad Ischl, Feldkirchen, Kaprun, Kirchberg in Tirol, Kirchdorf in Tirol, Kitzbühel, Matrei, Mittersill, Saalfelden, Tipschern, Wörgl, Zell an der Pram

In Österreich bestimmt die Zentrale für Traberzucht und -Rennen (Traberzentrale in Wien), ob eine Trabrennbahn eine A-Bahn, eine B-Bahn oder C-Bahn ist. Beispielsweise muss eine A-Bahn mindestens 1000 Meter lang sein und eine B-Bahn mindestens 800 Meter.

Startmethoden

  • Bänderstart: Der Bänderstart dient dazu, Pferde unterschiedlicher Leistungsklassen gegeneinander antreten zu lassen. Das Startfeld wird hierzu in zwei oder mehr Felder unterteilt, die, je nach Leistungsdifferenz, 25 oder 50 m auseinander liegen. Früher erfolgte der Start aus dem Stand, die Felder wurden dabei mit Gummibändern getrennt, woher der Name der Startmethode rührt. Heute wird aus dem Trab oder Schritt gestartet, wobei die Felder aus Bereichen neben der Startbahn in diese einbiegen (eindrehen).
Innerhalb der Felder wird von außen nach innen, also meist rechts, gedreht. Wenn ein Pferd in dieser Drehrichtung besonders nervös ist, oder sich schwer rechts drehen lässt, kann bei der Rennleitung beantragt werden, dass man links drehen darf. Dieser Teilnehmer kommt den anderen innerhalb des Feldes dann entgegen.
Zur Startvorbereitung gibt die Rennleitung bekannt, nach welchem Teilnehmer gerichtet wird. Das bedeutet, dass alle Teilnehmer gleich schnell wie dieser Teilnehmer sein und sich alle gemäß ihrer Startnummer parallel ausrichten sollen.
Um den Start erfolgen zu lassen wird gleichzeitig mit einem Startkommando das Gummiband auf einer Seite losgelassen und schnalzt somit weg.
Es gibt auch Bänderstarts, wo Pferd und Reiter/Fahrer sich außerhalb der Bahn sammeln und vorbereiten, dann auf das Kommando der Rennleitung in die Hauptbahn einreiten/-fahren, sich nebeneinander in richtiger Nummernreihenfolge geradehin auf das Band ausrichten und dann auf das Kommando „Teilnehmer ab“ losstarten.
Diese Startvariante bietet Pferden mit sehr unterschiedlichen Leistungen und Startsummen Chancengleichheit, dadurch dass Metervorgaben zu im vorderen Feld stehenden Pferden gegeben werden.
  • Autostart: Ein Fahrzeug mit zwei ausgebreiteten Gitterflügeln fährt vor den Pferden her. Das Fahrzeug platziert sich bei einer gewissen Metermarke in der Mitte der Bahn und die Fahrer mit den Pferden sammeln sich hinter diesem Auto. Wenn der Start erfolgt, setzt sich das Auto in Bewegung, die Fahrer lenken ihre Pferde hinter deren zugehörigen Startnummern, das Fahrzeug beschleunigt und ab einer bestimmten Metermarke ist der Start freigegeben. Die Gitter werden zusammengeklappt und das Fahrzeug beschleunigt sehr stark, um aus der Reichweite der Pferde zu gelangen. Wenn mehr Pferde in dem Rennen starten, als die Startreihe der Rennbahn zulässt, wird eine zweite Startreihe eröffnet.

https://de.wikipedia.org

Bild:

Benny Mazur from Toledo, OH, upload by Herrick

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