Reitart Vielseitigkeit

Vielseitigkeit

Das Vielseitigkeitsreiten setzt sich aus drei Teilprüfungen der Disziplinen Dressur, Springen und Geländereiten innerhalb eines Wettbewerbes zusammen. Die Prüfung hat einen militärischen Ursprung. Bei der Vielseitigkeitsprüfung benötigen Pferd und Reiter oftmals sehr viel Mut, Vertrauen, Ausdauer und Flexibilität. Eine besondere Rolle spielen eine oder mehrere Verfassungsprüfung(en) des Pferdes zur Vermeidung von Überlastung. Ab der Geländeprüfung der Klasse E sind die Strecken über einen Kilometer lang, deshalb ist auch die Ausdauer des Pferdes und des Reiters gefragt.

 

 

Das Vielseitigkeitsreiten setzt sich aus drei Teilprüfungen der Disziplinen Dressur, Springen und Geländereiten innerhalb eines Wettbewerbes zusammen. Die Prüfung hat einen militärischen Ursprung. Bei der Vielseitigkeitsprüfung benötigen Pferd und Reiter oftmals sehr viel Mut, Vertrauen, Ausdauer und Flexibilität. Eine besondere Rolle spielen eine oder mehrere Verfassungsprüfung(en) des Pferdes zur Vermeidung von Überlastung.

 

Ab der Geländeprüfung der Klasse E sind die Strecken über einen Kilometer lang, deshalb ist auch die Ausdauer des Pferdes und des Reiters gefragt.

 


Herkunft

Als Military wird die Vielseitigkeitsprüfung bezeichnet. Den Namen hat sie durch ihre militärische Herkunft bekommen. Früher prüften die Kavalleristen die Ausdauer ihrer Pferde durch Geländeprüfungen. Im Laufe der Zeit wurden viele berühmte Distanzrennen veranstaltet. Ein Beispiel ist das Rennen auf der Strecke von Brüssel nach Ostende, das 1902 veranstaltet wurde. Die Entfernung betrug 132 km. Der übertrieben schnelle Trab und ein nicht ausreichendes Training führten dazu, dass nur 29 der 60 Starter das Ziel erreichten. 16 Pferde überlebten den Ritt nicht. Diese Ritte waren verhängnisvoll für die Pferde und für den Fortschritt des Reisports nicht von Nutzen. Es musste somit ein anderer Weg eingeschlagen werden. Die erste Vielseitigkeitsprüfung fand dann 1902 in Paris statt. Seit 1912 findet sie auch bei den Olympischen Spielen statt.

 

 

Military heute

Heute dauert der Wettkampf drei Tage und umfasst in Deutschland Prüfungen in den Bereichen Dressur, Geländeritt und Springen. Die Vielseitigkeitsprüfung gilt als härteste, faszinierendste und anstrengendste Prüfung beim Reitsport.

 

 

Ablauf einer Vielseitigkeitsprüfung

Der Ablauf einer Vielseitigkeitsprüfung sieht folgendermaßen aus:
 1.Tag:
Verfassungsprüfung, Dressurprüfung.
2.Tag:
Geländeprüfung in vier Phasen, Verfassungsprüfung nach der dritten Phase.
3.Tag:
Verfassungsprüfung, Springprüfung. Die Vielseitigkeitsprüfung stellt hohe Anforderungen an Pferd und Reiter. Beide müssen eine herausragende Kondition haben. Das Military Pferd muss trittsicher und erfahren im Gelände sein.

 

 

Die Verfassungsprüfungen

Die Vielseitigkeitsprüfung muss der Reiter mit nur einem Pferd durchstehen. Da dies eine sehr große Anstrengung für das Tier bedeutet, werden Verfassungsprüfungen durchgeführt. Hierbei wird das Pferd auf eventuelle Verletzungen hin überprüft und der Ruhepuls wird gemessen. Fällt ein Pferd bei einer dieser Prüfungen durch, so wird es vom Wettkampf ausgeschlossen.

 

 

Die Dressurprüfung

Die Dressurprüfung innerhalb der Vielseitigkeitsprüfung hat ein Niveau, das nicht ganz so hoch ist, wie bei der eigentlichen Dressurprüfung.

Der Geländeritt

Bei dem Geländeritt müssen die vier Phasen Wegestrecke, Rennbahn, Wegestrecke und Querfeldeinstrecke mit folgenden Längen überwunden werden:
a. Wegestrecke: 4800 bis 7200 m
b. Rennbahn: ca. 3600 m
c. Wegestrecke: 6000 bis 9000 m
d. Querfeldeinstrecke: 5000 bis 8000 m
Die Wegestrecken werden meist im Trab zurückgelegt, während auf der Rennbahn ein Galopp im Tempo von 40 km/h vorgeschrieben ist. Hier befinden sich 8 bis 10 Hindernisse. Auf der Querfeldeinstrecke befinden sich ca. vier feste Hindernisse pro Kilometer. Für jedes Hindernis ist eine Strafzone vorgesehen. Nur innerhalb dieser werden ein Sturz, eine Verweigerung oder ein Stehenbleiben bestraft. Strafpunkte gibt es auch für „gefährliches Reiten“. Der Sturz eines Pferdes führt zum sofortigen Ausschluss. Der Geländeritt ist in einer vorgegebenen Zeit zu absolvieren, das Überschreiten wird mit Strafpunkten geahndet.

 

 

Das Springen

Beim Springen werden Kondition und Geschmeidigkeit des Pferdes überprüft. Das Pferd soll beweisen, dass es nach den bisherigen Prüfungen noch genügend Frische und Kondition hat, um diese letzte Prüfung zu überwinden. Der Parcours besteht aus 10 bis 16 nicht sehr schweren Sprüngen. Er ist aber nach den Anstrengungen der letzten Tage nicht einfach zu über winden. Die Hindernisse haben eine maximale Höhe von 1,25 m. Ein Tempo von 400 m die Minute ist vorgeschrieben.

 

 

Die Platzierung

Die Platzierung ergibt sich aus der Summe aller Strafpunkte, die im Verlauf der verschiedenen Prüfungen gesammelt wurden.

 

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