Reitart Dressour

Dressour

 

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Die Dressurarbeit ist der Grundstock zur Ausübung aller Reitdisziplinen. Eine Dressur ist eine Aus- und Weiterbildung des Pferdes und seiner natürlichen Bewegungen. Sie beginnt mit dem Anreiten des jungen Pferdes und endet nach Durchlaufen der Ausbildungsskala, im Abprüfen der vollendeten Versammlung durch perfektes Ausführen aller bekannten Dressurlektionen. Beim Anreiten sorgt der Reiter dafür, dass das Pferd unter seinem Gewicht ins Gleichgewicht kommt, dass es lernt, geradeaus und auf gebogenen Linien in allen drei Grundgangarten geradegerichtet zu gehen, sowie die Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen des Reiters zu verstehen und die verschiedenen Lektionen auszuführen. Dabei steht die professionelle, artgerechte und pferdeschonende Gymnastizierung im Vordergrund. Nur ein gut durchgymnastiziertes und durchlässiges (d. h. auf alle Hilfen gut reagierendes Pferd) kann ein zuverlässiger, leistungsfähiger und gesunder Partner im Sport werden. Die verschiedenen Schwierigkeitsstufen (In Deutschland: E – Einsteiger, A – Anfänger, L – Leicht, M – Mittelschwer, S – Schwer, in Österreich: A – Anfänger, L – Leicht, LM – Übergangsklasse, M – Mittelschwer und S – Schwer) enthalten bestimmte, sich steigernde Lektionen und Aufgaben, wobei jedes Gebrauchspferd mindestens den Anforderungen einer A-Dressur entsprechen sollte. In jeder Klasse präsentiert sich die gelernte und bestehende Harmonie zwischen Reiter und Pferd im Ausführen der verschiedenen Dressurlektionen. Dressurreiten ist olympische Disziplin, ausgetragen in der Klasse Grand Prix, Grand Prix Spezial und Grand Prix Kür. Die Mannschaftswertung erfolgt durch Summierung der Ergebnisse der drei besten Reiter jeder Mannschaft im Grand Prix, die Einzelwertung durch Summierung der Ergebnisse der drei Teilprüfungen jedes Reiters.

 

 

Ursprung

Das Dressurreiten hat ihren Ursprung in der klassischen Reitkunst. 1902 wurde die Dressur als sportliche Disziplin anerkannt und 1912 fand die erste Dressurprüfung bei den Olympischen Spielen in Stockholm statt.

 

Was ist Dressur?

Man kann diesen Reitsport mit dem klassischen Tanz vergleichen. Das Pferd soll seine Bewegungen unter dem Reiter mit einer Grazie und Ästhetik ausführen, damit ein perfekt harmonisierendes Paar aus Pferd und Reiter entsteht. Das Pferd wird durch Gymnastik gedehnt und trainiert, sodass seine natürlichen Bewegungen noch ausgeprägter werden. Man teilt die klassische Reitkunst in die Grundausbildung und die Hohe Schule ein. Bei der Grundausbildung wird das Pferd in der Bahn in allen Grundgangarten auf den höchsten Grad der Regelmäßigkeit trainiert. Es soll die Volte astrein ausführen, stehen bleiben ohne zu geifern, rückwärtsgehen, den fliegenden Galoppwechsel beherrschen. In der Hohen Schule geht es dann um die Intensivierung der Gangarten. Die Schritte werden erhabener, energischer und harmonischer.

 

Dressur heute

Heute finden Dressurprüfungen meist in sogenannten Dressurvierecken statt, welche die Maße 20 x 40 m haben. Die Prüfungen der höchsten Klasse und die internationalen Prüfungen werden im großen Viereck (20 x 60 m) ausgeführt.
Der Boden besteht normalerweise aus Sand oder Gras. Rund um die Bahn muss eine 30 cm hohe Umzäunung angebracht sein, welche meist aus weißem Holz besteht.

 

Lektionen

Von Pferd und Reiter wird entweder eine bestimmte Anzahl an Lektionen gefordert, die in einer festgelegten Reihenfolge korrekt ausgeführt werden soll oder eine Kür. Diese wird meist mit Musikunterstützung ausgeführt, die Reihenfolge ist dabei frei. Eine Lektion ist eine Kombination aus Schritt, Trab und Galopp, wie z.B. eine Passage oder Piaffe. Eine Passage ist ein sehr versammelter, taktmäßiger und erhabener Trab. Wird die Passage auf der Stelle ausgeführt, so nennt man die Lektion Piaffe.

 

 

Übungen auf und über der Erde

Diese beiden Lektionen gehören zu den „Übungen auf der Erde“. Hierzu zählen auch der fliegende Galoppwechsel und die Pirouette. Die „Übungen über der Erde“ werden heute nur noch an der Spanischen Hofreitschule in Wien und am Cadre Noir in Saumar (Frankreich) praktiziert. Hierzu gehören z.B. die Courbette, die Kapriole und die Croupade.

 

Klassen

Die Prüfungen sind in folgende Klassen unterteilt: E (Einstieg), A (Anfänger), L (leicht), M (mittelschwer) und S (schwer).

 

Bewertung

Eine Richtergruppe, die meist aus 3 Richtern besteht, bewertet die Reiter. Jeder Richter erteilt für jede einzelne Lektion eine Wertnote. Diese liegt zwischen 0 (nicht ausgeführte Lektion) und 10 (ausgezeichnet). Die Richter bewerten auch die Dressuraufgabe insgesamt, hierbei wird besonders auf die Reinheit der Gänge, den Schwung, den Gehorsam des Pferdes, den Sitz und die Einwirkung des Reiters geachtet. Die Reiter sollen korrekt gekleidet sein. Auch das Pferd muss perfekt gepflegt und frisiert sein.

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