Isländer – Pferde mit Geschichte

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Isländer – Pferde mit Geschichte

Wetterfest, robust und von prächtiger Gestalt – der Isländer

Islandpferde (auch: Islandpony oder liebevoll Isländer) sind die älteste, bekannte Reinzucht von Pferden. Bevor ihr Wert als Arbeits-, Zucht- und Sportpferd bedeutsam gepflegt und gesteigert wurde, hatten sie schon unterschiedlichste Bedingungen erlebt. Die stärksten Tiere überlebten klimatische Unbill und menschliche Vorlieben – und wurden so die Urväter der heutigen robusten Isländer.

Lange Wandel vor der Etablierung

Um 900 n. Chr. kamen die vermutlich ersten Pferde an der Seite von Wikingern nach Island. Als später Siedler aus anderen Teilen der Welt – Norwegen, Schottland und England – ihre eigenen Ponys mit auf Island einführten, verpaarten sich die Rassen. Aus der Zeit des Mittelalters sind nachteilige Versuche bekannt, bei denen fremde Pferderassen mit dem Isländer gekreuzt werden sollten. Doch Zuchtkrankheiten und Degenerationen führten zu einer Verschlechterung bei den Zuchttieren. 1909 erließ Island ein Importverbot für Pferderassen aus anderen Staaten. Seit diesem Zeitpunkt entwickelt sich der Isländer in seiner lebenskräftigen und arbeitsfreudigen Art reinrassig weiter.

 

Reinrassigkeit schützte den Isländer nicht vor unterschiedlichsten Verwendungszwecken

Während der ersten nachgewiesenen Ansiedlung wurden die besten Zuchttiere in Hengstkämpfen erprobt. Einerseits liebten die Menschen des Mittelalters die Unterhaltung, andererseits setzten sich nur die widerstandsfähigen Isländer durch. Eine menschlich unbeeinflusste Auslese nahm die isländische Natur vor. Bei Hungersnöten und in strengen Wintern starben vielen Pferde und ihre menschlichen Besitzer. Vulkanausbrüche und Klimawandel überlebten die besten „Urväter“, bis die heute selektive Zucht wieder begann.

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