Was frißt und trinkt ein Pferd?

 

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Auch das Füttern und Tränken des Pferdes wird in einem Reitstall durch das Pflegepersonal besorgt. Aber auch hier leistet ihr gute Dienste, wenn ihr fachmännisch helfen könnt. Dazu müßt ihr wissen, was ein Pferd so am Tage so an Futter braucht.

 

Ich will euch hier ein paar Faustregeln nennen: Für ein normal bean­spruchtes Großpferd reichen zehn Pfund Hafer als Tagesration gut aus. Hinzu kommt ein Beifutter, das auf drei Mahlzeiten verteilt wird. Dieses Kraftfutter kann aus Häcksel, Weizenkaff oder Melasse bestehen. Die richtige Mischung wird euch der Pferdepfleger schon nennen.

Als „Nachspeise“ und wertvollen Magenfüller gibt es Heu. Fünf bis sechs Kilogramm braucht ein großes Pferd pro Tag. Ein Pony hingegen nur eineinhalb bis drei Kilogramm. Ihr braucht die Menge natürlich nicht jedesmal abzuwiegen: Das Kraftfutter meßt ihr einmal in einem Gefäß ab, das dann immer in der Haferkiste bleibt. Das Heu könnt ihr einmal abwiegen, und dann wißt ihr so ungefähr, wie voll man die Arme nehmen muß.

Heu darf nie frisch getrocknet verfüttert werden, es muß etwa drei bis vier Monate ablagem. Gutes Heu riecht angenehm aromatisch, also nicht muffig oder gar schimmelig, und ist ganz trocken. Verdorbenes Heu führt zu erheblichen Gesundheitsstörungen des Pferdes. Außer diesen Nahrungsmitteln des Pferdes gibt es auch fertiges Frisch­futter oder Trockengrün, das in Würfelform gepreßt wurde. Mohrrüben und Runkelrüben nehmen die Pferde im Winter als Saftfutter besonders gern. Wer viele Äpfel im Garten hat, kann auch davon täglich ein paar dem Pferd geben.

Ponys darf man nicht zuviel Futter geben. Diese genügsamen Tiere brauchen nur dann die ihrer Größe entsprechende volle Kraftfutter­menge, wenn sie auch wirklich eine volle Arbeitsleistung erbringen müssen. Kein Futtermittel im eigentlichen Sinn, aber von großer Bedeutung für das Wohlbefinden der Tiere ist der Salzleckstein, der weder im Stall noch auf der Weide fehlen sollte. Und nun zum Tränken. Es ist von allergrößter Wichtigkeit, denn Pferde haben „einen guten Schluck am Leibe“. Ihr Wasserverbrauch ist sehr groß. „Dreimal täglich satt“ heißt die Faustregel. Ein großes Pferd kann jedesmal bis zu zwei Eimer Wasser trinken. Das Wasser soll frisch, aber nicht eiskalt gegeben werden. Getränkt wird grundsätzlich vor dem Füttern.

Kommt ihr von einem Ritt zurück, so wird das erhitzte Pferd nur mit Vorsicht getränkt: erst ein paar Schluck Wasser, dann Abreiben, und dann darf sich das Pferd erst satt trinken. Vor jedem Ausritt solltet ihr dem Pferd auch genügend zu trinken geben. Während des Rittes in der freien Natur achtet darauf, daß das Pferd während der Rast nicht an verschmutzten Tränkstellen Wasser zu sich nimmt. Hier liegen meist die Brutstellen für Krankheitserreger. Eine moorige Pfütze ist darum keine Pferdetränke, von solchen Stellen hält man sein Pferd besser fern.

Alle Tränkgefäße müssen sehr sauber gehalten werden, das gilt auch für die Selbsttränke im Stall, in die ja leicht Hafer fällt. Wird der Tränk- eimer im Stall aufgestellt, so muß das so geschehen, daß das Pferd auf keinen Fall in den Eimer treten oder ihn aus der Halterung reißen kann. Auch ein zertretener Plastikeimer kann dem Pferd Verletzungen zufügen.

 

 

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