Deutschlands größte Pferdesport-Events

CHIO Aachen - Weltfest des Pferdesports
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Seit jeher hält das Grand National in Aintree die Menschen in Großbritannien und weltweit in Atem. Doch auch in Deutschland finden sich viele Reitsport-Events, die in Dressur und Galopprennen viele Menschen anziehen. Wir werfen einen Blick auf die größten und ziehen einen Vergleich zur Nummer eins.

Pferd International in München

Pferd International in München
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Ein riesiges Event findet alljährlich in der bayrischen Landeshauptstadt statt. Beim Pferd International gibt es viel zu sehen und vor allem diverse verschiedene Disziplinen zu bestaunen. Neben Dressurreiten geht es unter anderem auch beim Springen und Voltigieren um den Platz an der Sonne. Im Jahr 2017 lief das Event über ganze vier Tage: Vom 25. bis zum 28. Mai. Als Schauplätze dienten unter anderem extrem traditionelle Orte, etwa das Olympia-Reitstadion in München-Ried. Die allseits bekannte sechsfache Olympiasiegerin Isabell Werth gewann mit ihrem Hannoveraner Wallach Don Johnson souverän die Dressur-Prüfung. Nach den Wettkämpfen äußerten sich alle Teilnehmer sehr positiv über das Münchner Publikum, das sehr zahlreich erschienen war, um den Entscheidungen beizuwohnen. Der Große Preis von Bayern ging im Springparcours an die Schweizerin Annina Züger, die Maximilian Mill auf den zweiten Platz verwies und somit einen Heimsieg verhinderte. Insgesamt waren über 70.000 Zuschauer beim Pferd International vor Ort und freuten sich dabei über Spitzensport und sämtliche Events und Ausstellungen.

CHIO Aachen – Weltfest des Pferdesports

CHIO Aachen - Weltfest des Pferdesports
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Wenn es um bekannte Reitsport-Events geht, führt wohl kein Weg am Aachener CHIO vorbei. Das weltbekannte Turnier läuft vom 14. bis 23. Juli in Nordrhein-Westfalen und zieht dabei ebenso Interessenten aller Disziplinen an. Vom Springen, über Dressur, Vierspänner und Voltigieren, bis hin zum Vielseitigkeitsreiten sind alle Disziplinen vor Ort dabei. Bereits seit 1992 wird das Turnier unter dem eigens gewählten Namen „Weltfest des Pferdesports“ durchgeführt. Die Bedeutung des Turniers wurde unter anderem im vergangenen Jahr deutlich, als es zugleich als Ausscheidungswettkampf für die Olympischen Sommerspiele daher kam. Philipp Weishaupt gewann 2016 auf Convall eine der schwersten Springprüfungen der Welt. Schwere Prüfungen gibt es traditionell auch beim Grand National in Aintree. Seit 1836 findet das Rennen dort regelmäßig statt, somit noch deutlich länger als das knapp über 100-jährige deutsche CHIO. Während in der Vergangenheit oft schwere Stürze an der Tagesordnung waren, läuft es mittlerweile etwas runder, nachdem der Kurs entsprechend angepasst wurde. Bereits jetzt sind bei Betway die Favoriten für die 2018-er Ausgabe des Events aufzufinden. ‚One For Arthur‘ führt das Feld ein gutes Dreivierteljahr vor dem Startschuss am 14. April an. Dabei besitzt das Pferd eine Quote von 17.00 (Stand 18. Juli). Es folgen ‚Blaklion‘, ‚Native Rider‘ und ‚Our Duke‘, allesamt mit einer Quote von 21.00.

Grand National ist spezieller als alles andere

Grand National Reiten Turnier
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Trotz aller großen Events in Deutschland, sei es in Aachen oder München, so ist das Grand National doch ganz speziell. Das liegt in erster Linie an der Einstellung der britischen Bürger zum Pferderennsport. An praktisch jedem Tag, der nicht im tiefsten Winter liegt, laufen die Pferde dort über die Bahnen und beglücken somit die Zuschauer vor Ort und an den TV-Geräten. Eigene Live-Formate sind jeden Nachmittag im englischen Fernsehen zu verfolgen. Speziell wird es letztlich nicht nur durch die große Begeisterung rund um das Event, das inmitten einer Wohngegend statt abgeschieden ausgetragen wird. Auch die große Länge der Strecke, die über 4 Meilen und damit rund 6,5 Kilometer beträgt, ist deutlich länger als bei jedem anderen Rennen und benötigt eine wahnsinnig hohe und trainierte Ausdauer des Tieres. Insgesamt verfolgen über 600 Millionen Zuschauer weltweit diesen einen Tag in Aintree.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Außenseiter hier gewinnen, ist tatsächlich deutlich höher als anderswo in der Welt. ‚Mon Mome‘ gewann das Rennen 2009 als 1:100-Außenseiter und schockte damit die etablierten Athleten sowie Experten gleichermaßen. Auch 1967 gewann ein 1:100-Pferd den Titel in Aintree. Vor allem die vielen Stürze können dazu beitragen, dass sich die Favoriten auf dem schier endlosen Kurs vorschnell verabschieden. Die bekanntesten und schwersten Hindernisse wurden nach bekannten Persönlichkeiten benannt. So ist unter anderem Hindernis Nummer 6, Beecher’s Brook, bei den Profis gefürchtet. Mittlerweile wurde der große Graben am Hindernis allerdings geschlossen, um weitere Unfälle zu vermeiden. Heutzutage dürfen nur noch 40 Pferde am Highlight des Jahres teilnehmen, inklusive der Senkung des Maximalgewichtes. Somit wird ein etwas höheres Maß an Sicherheit für Pferd und Reiter gewährleistet. Die breite Öffentlichkeit freut sich vor allem über die internen und offiziellen Wettbewerbe, die den Sieger vorhersagen sollen. Schließlich handelt es sich nicht umsonst um das größte Reitsport-Event des Jahres.

Quellen:

  • Betway Sports: Alle aktuellen Gewinnquoten und Informationen zu Pferderennen
  • German Racing: Alle aktuellen Nachrichten und Gerüchte aus Deutschland
  • CHIO Aachen: Das Weltfest des Pferdesports

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